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GUGGENMUSIK |
Geschichte der Guggenmusik in Uri |
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Nebst
der Trommel und dem Piccolo traten an der Basler Fasnacht im 19.
Jahrhundert auch kakofonisch spielende Musikgruppen in Erscheinung,
welche als «Tschättermusik», «Charivari» oder Katzenmusik
bezeichnet wurden. Neben diesen Bezeichnungen trat im Jahre 1906 in
Basel der Begriff Guggenmusik bei gleichzeitiger Veränderung des Klangkörpers
auf. Der Ausdruck schien damals sofort verstanden worden zu sein. Eine
«Gugge» bedeutet im «Basel-Ditsch» eine Papiertüte. Diese hatte früher
meistens eine konische Form und erinnerte an ein Blashorn. Zwar nicht
eindeutig bewiesen, doch einigermassen plausibel scheint die Erklärung,
dass der Name von daher komme, da man – vor allem als Kind – in die
«Gugge» geblasen hat. Zwischen die seriös spielenden Blechmusikkorps
und die lärmenden Katzenmusiken traten nun Gruppen mit
Musikinstrumenten, welche die Musikstücke «grotesk» spielten, «mit
schmetterndem Getöse» nahten, «bäumig schränzten» und «vorüberrasselten».
Das Entstehen der Guggenmusiken wird auch als parodistische Antwort auf
vereinzelte Versuche des späten 19. Jahrhunderts gesehen, die dortige
Fasnacht durch stramme Militärmusik zu bereichern. Die Guggenmusiken
sorgten für eine Veränderung des fasnächtlichen Musikgeschmacks. Die
nach Noten spielenden und nicht besonders originell kostümierten
Blechmusikkorps wurden zum Fremdkörper im Bild des fasnächtlichen
Geschehens. Die Folge war, dass man sich von der Fasnacht distanzierte
und den Guggenmusiken das Feld überliess.
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1967
belebte aus Kreisen der Jugendmusik Erstfeld eine ad hoc
zusammengestellte Guggenmusik von sechs bis zehn Personen. Die
Motivation zu diesem Tun war die gleiche wie bei späteren
Guggenmusikgründungen.
Beim gemütlichen Zusammensitzen nach der Katzenmusik fanden sich immer
wieder kleine Gruppen zusammen, die mit moderner Musik die Stimmung zu
heben verstanden. Eingefleischte Musikanten wollten sich mit der immer
wiederkehrenden Melodie und dem eintönigen Rhythmus der Katzenmusik
nicht zufrieden geben.
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Letzte Aktualisierung: 19.2.2011 / Phideau & Fido |
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